Passionszeit

Erschienen am 7. April 2019 in Glaube & Spiritualität

Die Passionszeit ist nicht so populär, wie die Adventszeit und doch nicht weniger wichtig für viele gläubige Christen. Der Gedanke an den Menschen Jesus Christus, der am Kreuz sterben musste, bringen viele damit in Verbindung, dass man leiden muss, wenn man Christ ist. Aber die Ostergeschichte zeigt uns doch eigentlich, wie sehr Gott uns liebt.

Durch den Sündenfall hatte sich die Menschheit von Gott abgewendet. Gemeinschaft mit Gott gab es also erst einmal nicht mehr. Gott beließ es aber nicht dabei: Er wollte die Verbindung wieder herstellen . Und so sandte er seinen Sohn Jesus, der bewusst die Verbindung mit den Gefallen und Gestrauchelten suchte.

Das englische Wort Passion steht unter anderem auch für Leidenschaft. Was für eine leidenschaftliche Liebe muss Gott uns entgegenbringen, wenn er für uns auf die Erde kommt und ein Leben voller menschlicher Erfahrungen lebt? Jesus Christus war ein Mensch. Er hat die Gemeinschaft mit den Menschen gesucht, mit ihnen alle Freude und genauso ihr Leid geteilt. Selbst er, der das ewige Leben kennt und eine unvergleichliche Verbindung zu seinem Vater hatte, hat geweint, als Lazarus sterben musste.

Und schlussendlich hat Jesus auch erleben müssen, welchen Preis die Menschheit für die Sünde zahlen muss: Obwohl er selbst sündlos über die Erde gegangen ist, wurde er angeklagt und gepeinigt. Schließlich ist er einen unverdienten Tod gestorben und hat damit die Sünde, den Tod und den Teufel besiegt.

Ein Vater, den ich verlassen habe, der aber bei einem Fehler meinerseits (den ich nie allein wiedergutmachen könnte) sich vor mich stellt, den gemachten Schaden bezahlt und sich in Liebe mir zuwendet und mir sagt „Vergeben und vergessen“ – Ist dies nicht ein Vater, den man lieben muss? Genau das hat Gott für uns gemacht. Darum lasst uns ihm für dieses wunderbare Geschenk danken und freudig die Passionszeit feiern.

Gut Pfad,

Daniel